Einzug der neuen Kirschkönigin Josephine I. mit Ortsvorsteher Fred Witschel, Foto: Festkomitee
Einzug der neuen Kirschkönigin Josephine I. mit Ortsvorsteher Fred Witschel, Foto: Festkomitee

Gemeinsam gefeiert: Das 29. Glindower Kirsch- und Ziegelfest trotzte dem Regen

Glindow hat einmal mehr gezeigt, was eine starke Dorfgemeinschaft ausmacht. Trotz zeitweise anhaltenden Regens wurde beim 29. Kirsch- und Ziegelfest gelacht, getanzt und gemeinsam gefeiert. Unter Pavillons und Zelten rückten die Besucherinnen und Besucher einfach ein Stück näher zusammen.

Sportlicher Auftakt und bunter Festumzug: Sportlich startete das Festwochenende am Samstag mit dem traditionellen Kirsch-Volleyballturnier. Am Nachmittag zog der farbenfrohe Festumzug, angeführt vom Spielmannszug Werder (Havel), durch die Straßen Glindows. Zahlreiche Vereine präsentierten sich dabei der Öffentlichkeit. Der Glindower Carneval Club (GCC) stellte die teilnehmenden Vereine vor und machte einmal mehr deutlich, wie vielfältig und lebendig das Vereinsleben im Ort ist.

Offizielle Eröffnung und Blick auf die Kirschsaison: Offiziell eröffnet wurde das Fest durch den Ortsvorsteher Fred Witschel und die Bürgermeisterin Manuela Saß. Wie eng das Kirsch- und Ziegelfest mit dem regionalen Obstbau verbunden ist, unterstrich Sigmar Wilhelm vom Obst- und Gartenbauverein. Unter dem Motto „Ohne Kirschen kein Kirsch- und Ziegelfest“ gab er Einblicke in die Kirschsaison 2026 und sprach über die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Obstbaubetriebe der Region stehen.

Ein emotionaler Höhepunkt: Die neue Kirschkönigin: Ein besonders emotionaler Moment folgte mit dem Wechsel auf dem Thron der Kirschkönigin. Nach ihrer Amtszeit verabschiedete sich Heike Runge und ließ ihr Königinnenjahr Revue passieren. Dabei blickte sie auf zahlreiche Begegnungen und Veranstaltungen zurück und berichtete von ihrem Projekt, das ihr besonders am Herzen lag: Dank der Spendeneinnahmen, die sie während ihrer Amtszeit sammelte, konnte in den Glindower Alpen u. a. eine neue Brücke für die Wanderwege errichtet werden. Eine weitere Brücke soll in Zukunft folgen.

Nach ihrer Amtszeit verabschiedete sich Heike Runge und ließ ihr Königinnenjahr Revue passieren

Einmarsch der neuen Kirschkönigin Josephine I. begleitet von Ortsvorsteher Fred Witschel, Spalier und Applaus vom GCC und Gasthoheiten

Im Anschluss wurde Josephine I. feierlich zur neuen Glindower Kirschkönigin 2026/27 gekrönt. Gleichzeitig stellte sie ihr Herzensprojekt für ihre Amtszeit vor. Unter dem Titel „HavelHerzen“ möchte sie Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen und den Austausch sowie das Miteinander im Ort stärken. Damit setzt sie ein Zeichen für gelebte Gemeinschaft – ganz im Sinne des Glindower Kirsch- und Ziegelfestes.

Tanz, Tradition und beste Stimmung: Für beste Unterhaltung sorgten die Tanzgruppen des GCC. Die Früchtchen begeisterten das Publikum ebenso wie die Cherry Ladies, die mit ihrem Saisonstanz zu Mallorca-Hits echtes Sommerfeeling auf den Festplatz brachten und die Sonne in unsere Herzen.

Natürlich durften auch die traditionellen Wettbewerbe nicht fehlen. Der köstlichste Kirschkuchen wurde ausgezeichnet. Das Gremium „Glindows schönstes Anwesen“ unter Vorsitz von Sigmar Wilhelm ehrte gemeinsam die schönsten Grundstücke des Ortes.

Ehrung der Gewinner des Wettbewerbes "Glindows schönstes Anwesen" durch Sigmar Wilhelm

Kirschtanz begann mit Flashmob: Der Kirschtanz begann anfangs ganz traditionell mit einem festlichen Walzer. Nach wenigen Takten verwandelten die Cherry Ladies des GCC den Tanz überraschend in einen mitreißenden Flashmob. Neben dem Ortsvorsteher und der Kirschkönigin ließen sich auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher spontan zum Mittanzen begeistern und sorgten gemeinsam für ausgelassene Stimmung auf dem Festplatz.

Flashmob mit Unterstützung der Cherry Ladys

Auch am Abend konnte der Regen der guten Laune nichts anhaben. Unter den Pavillons wurde bis in die Nacht gefeiert, getanzt und gelacht. Das Wetter rückte schnell in den Hintergrund – im Mittelpunkt stand das Miteinander.

Kurzer Regen - und trotzdem gute Laune!

Cocktailstand des Heimatvereins mit den Initiatorinnen Anika Wolf und Christiane Küstner

Familiensonntag mit Musik und Spiel: Der Sonntag gehörte den Familien und allen Generationen. Beim Frühschoppen kamen Jung und Alt zusammen. Während sich die Kinder auf dem großen Spieleparcours austobten, der von den Glindower Vereinen gemeinsam organisiert wurde, genossen die Erwachsenen das abwechslungsreiche Programm des Ketziner Blasorchesters.

Stimmungsvoller Abschluss: Gestaltet wurde der Ausklang traditionell durch den Gemischten Chor Glindow unter der Leitung von Jan Wysujack. Mit Liedern aus verschiedenen Ländern nahm der Chor das Publikum mit auf eine musikalische Reise rund um die Welt. Ein besonders bewegender Moment war das gemeinsame Schlusslied mit der neuen Kirschkönigin Josephine I., das vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange im Ohr bleiben dürfte.

Ein Fest, das Glindow verbindet: Das 29. Glindower Kirsch- und Ziegelfest hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn ein ganzes Ort zusammenhält. Zahlreiche Vereine, Ehrenamtliche, Organisatorinnen und Organisatoren sowie viele Unterstützerinnen und Unterstützer haben mit großem Engagement ein Fest gestaltet, das weit mehr ist als eine Veranstaltung. Es steht für Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebte Tradition – und genau das macht das Glindower Kirsch- und Ziegelfest Jahr für Jahr zu einem besonderen Höhepunkt im Ortsleben.

Ein großes DANKESCHÖN an alle, die dabei waren!