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Bücher über die Region und Glindow

Geschichte Glindows

Glindow (Glina) wurde 1317 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name Glina ist slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Ton und Lehm. Die Glindower lebten zu dieser Zeit vorrangig von der Fischerei vom Glindower See. Die ersten Wohnhäuser wurden um den Kiez gebaut, der heute als historischer Kern angesehen wird. Im Jahre 1452 gehörte Glindow zum Kloster Lehnin. Die Mönche aus dem Kloster befaßten sich mit dem Brennen von Ziegelsteinen im ,,Klosterformat".

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Geschichte der Glindower Kirche

Das Dorf Glindow wird 1452 an die Mönche des Klosters Lehnin verkauft. Zunächst wird Glindow von dort, seit der Einführung der Reformation (1539) von Werder aus betreut. Das mittelalterliche Gotteshaus verfällt im Dreißigjährigen Krieg und wird später aus Feldsteinen neu errichtet. Die beiden Glocken im Fachwerkturm kamen aus Lehnin. Auch diese Kirche wird baufällig, so daß das Läuten 1843 eingestellt und der Turm abgetragen werden muß. Man erricht einen hölzernen Glockenstuhl neben der Kirche. Obwohl der Entwurf für einen Neubau von Christian Heinrich Ziller vorliegt, wird August Stüler mit der Ausarbeitung eines neuen Vorschlages beauftragt, der 1852/1855 unter der Leitung Zillers ausgeführt wird. Es entsteht ein neugotischer Langhausbau aus Joachimsthaler Backstein, dessen Ostwand mit einem Staffelgiebel grade abschließt. Die aus Feldsteinen errichteten Umfassungsmauern der alten Kirche werden einbezogen. Im Westen steht der 40 m hohe Glockenturm.

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Fontane zum Ort Glindow

Was Werder für den Obstkonsum der Hauptstadt ist, das ist Glindow für den Ziegelkonsum. In Werder wird gegraben, gepflanzt, gepflückt – in Glindow wird gegraben, geformt gebrannt; an dem einen Ort eine wachsende Kultur, am andern eine wachsende Industrie, an beiden (in Glindow freilich auch mit dem Revers der Medaille) ein wachsender Wohlstand. Dazu steht das eine wie das andere nicht bloß für sich selber da, sondern ist seinerseits wiederum eine »Metropole«, ein Mittelpunkt

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