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Heiße Tage in Glindow

Märkische Allgemeine vom 05.07.2010

Das war das bisher heißeste und spannendste Kirsch- und Ziegelfest in Glindow. 16.04 Uhr am Samstag - ein gellender Schrei über der Porta Helena! Es sollte nicht der letzte sein. Mit dem ersten der vier Tore der deutschen Nationalelf gegen Argentinien fand das Fest für zwei Stunden vor der Großleinwand statt.

Die Stimmung nach dem Spiel übertrug sich auch auf den Abend, der angesichts des schönen Wetters ausschließlich auf der Seeterrasse bei Livemusik der Band Plectron genossen wurde. Zuvor erlebten die Besucher und Gäste die Krönung der neuen Kirschkönigin Rebecca Schmahlfeldt. Lisa Konrad gab nicht nur ihr Amt an sie ab, sie überreichte ihr auch das Collier, das sie selbst in Beate Rammelts Goldschmiede vor einem Jahr angefertigt hatte und erfüllte damit das Vermächtnis ihrer verstorbenen Lehrmeisterin. Baumblütenkönigin Jessica Seiffert und das Prinzenpaar aus Glindow überbrachten persönlich ihre hoheitlichen Grüße. Die Krönung wurde umrahmt von Darbietungen des Glindower Carneval Clubs, des Gemischten Chores und der Freunde des Frohsinns. Im Auftrag des Ortsbeirates ehrte Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm die Vorsitzende des Heimatvereines Vera Neumann mit der Ehrenspange in Silber für ihr nachhaltiges gesellschaftliches Engagement. Zur Zeremonie war eine Delegation aus der Partnerstadt Rahden angereist. Bürgermeister Bernd Hachmann würdigte die seit 20 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen Glindow und Rahden als einen Weg der Freundschaft. Werders Bürgermeister Werner Große freute sich, dass sich beim Besuch der Delegation auch die „Männer der ersten Stunde, die die Partnerschaft begründeten, wieder trafen. Diese zeigten sich beeindruckt von den Veränderungen in Glindow, insbesondere vom Ortszentrum und vom neu gestalteten Kiez. Durch den Kiez führte erstmals auch der Festumzug, bei dem neben vielen Vereinen auch der Obsthof Wels und Schultzens Siedlerhof vertreten waren. Auch der Rahdener Bürgermeister und einige Delegationsmitglieder reihten sich in den Zug ein. Eine Attraktion vom Obsthof Wels waren zwei kleine in Bottichen gezogene Kirschbäume im vollen Behang, eine gärtnerischen Meisterleistung. Fanfarenzug und Samba kids sorgten für gute Stimmung. Das Fest hatte schon am Freitagabend mit einer Ausstellung von Tonarbeiten und Bildern zum Thema des Festes von den Schülern der Grundschule begonnen. In der Anwaltskanzlei Wich wurde eine Ausstellung der Kleinmachnower Malerin Katharina Rausch mit großformatigen stimmungsvollen Arbeiten eröffnet, die damit den Auftakt zu weiteren Ausstellungen gab. Nach dem Fackelumzug mit selbstgebastelten Laternen erlebten die Kinder und viele Gäste einen schönen Abend auf dem Gelände des Anglervereins. Der unbestrittene Höhepunkt war das unterhaltende Mitmach- Programm der Fercher Obstkistenbühne mit Wiesenreaggi, Bonmonts von Fontane und Holzpatinen. Erstmal gab es an diesem Abend auch einen Dinnerspaziergang, organisiert und durchgeführt vom Gästehaus Obstkultour. Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Frühschoppens in der Ziegelei und des Abschlusskonzertes des Gemischten Chores Glindow und der Klangkirschen in der Kirche, die erstmals gemeinsam auftraten. "Für uns waren es nicht nur auf Grund des Wetters heiße Tage", sagte Christian Buge, der Vorsitzende des Festkomitees. "Ich danke allen Menschen, die zum Gelingen des Festes beigetragen und uns unterstütz haben und natürlich den Sponsoren. Und weil nach dem Fest vor dem Fest ist, freuen wir uns schon auf ein Jubiläum, das 15. Kirsch- und Ziegelfest im nächsten Jahr."
Brigitte Wilhelm

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