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Der Ortsbeirat informiert

Veranstaltungstipps

neuer Standort Tourist-Information

Die Tourist-Information von Werder (Havel) hat eine neue Adresse: Ab Donnerstag, den 8. August, wird sie im Lindowschen Haus tätig sein. Vier Mitarbeiter werden die Gäste des Staatlich anerkannten Erholungsortes über touristische Ziele und Gastgeber informieren. Die Zahl der Vollzeitstellen ist für den neuen Standort auf drei verdoppelt worden. Die neue Telefonnummer der Tourist-Information Werder (Havel) lautet (03327) 783 372 oder -373, die neue Adresse 14542 Werder (Havel), Plantagenplatz 9.

Das denkmalgeschützte Obstbauerngehöft ist seit Ende 2017 saniert und teilweise umgebaut worden. Die drei Gebäudeflügel - Wohnhaus, Stall und Remise – können damit ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden. An der offenen vierten Seite ist ein Neubau entstanden. Insgesamt ergibt das eine Nutzfläche von 475 Quadratmetern.

In das neue Besucherzentrum soll ab Herbst auch der Bürgerservice des Rathauses einziehen. Während der Bürgerservice die Remise des Dreiseitenhofs nutzen wird, ist die Tourist-Information ins frühere Wohnhaus eingezogen, das an der Straßenseite steht. Sie nimmt dort morgen den Betrieb auf, der Standort in der Kirchstraße wird geschlossen.

Gäste von Werder können in der neuen Tourist-Information nicht nur Informationen zu touristischen Zielen erhalten. Sie können sich auch ein Bild machen von den Ursprüngen der Stadt im Weinanbau, im Obstbau und der Fischerei. Auf vier Funktionsinseln gibt es Informationen und Ausstellungsstücke zur Stadtgeschichte und multimediale Urlaubsinspirationen, einen Beratungscounter und einen Shop für Souvenirs und Regioprodukte.  

„Die Bauarbeiten waren ein Drahtseilakt“, sagt Christian Große. Die Anforderungen der Denkmalpflege mussten dabei ebenso beachtet werden wie die der Bautechnik und einer zeitgemäßen Nutzung. Alle Beteiligten seien hochmotiviert an die Arbeit gegangen. „Anders wären die Schwierigkeiten, die bei einem solchen Sanierungsprojekt zwangsweise auftreten, auch nicht zu bewältigen gewesen.“ Das Lindowsche Haus ist im Kern bereits 1751 errichtet und in den darauffolgenden Jahrhunderten schrittweise erweitert worden. Die Substanz war marode. Bei der Sanierung seien unter anderem historische Fenster und Türen, eine Räucherkammer, ein alter Fliesenspiegel, eine historische Kochstelle und Wandbemalungen erhalten worden. Auch die noch laufende Gestaltung des Außenbereich werde an die frühere Nutzung als Obsthof erinnern.

„Die Tourist-Information im Lindowschen Haus bedeutet einen Qualitätssprung für unsere Gästebetreuung, auf den wir stolz sein können“, sagt Cristian Große. „Der neue Standort mit den zusätzlichen Fachkräften wird der Entwicklung unseres Staatlich anerkannten Erholungsortes zu einem der beliebtesten Reiseziele von Brandenburg vollständig gerecht.“

Hintergrund: Im 19. Jahrhundert erlebte der Obstbau in Werder seine erste Blüte. Die Obstbauern konnten sich im ausgehenden Jahrhundert teilweise mondäne Anwesen mit aufwändigen Stuckfassaden leisten. Diese Architektur prägt bis heute das Stadtbild, in dem das Lindowsche Haus eine Ausnahme bildet. Es gilt als eines der letzten Obstbauerngehöfte des alten, urwüchsigen Typs. Das auch heute märkisch-bodenständig wirkende Gehöft stammt aus dem 18. Jahrhundert. Offene Eigentumsfragen und unterschiedliche Nutzungsvorstellungen verzögerten nach der Wende viele Jahre lang eine Rekonstruktion. Ende 2017 begannen Umbau und Sanierung durch die Stadt Werder (Havel).

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